Eine Amazon-Produkt-Infografik ist ein sekundäres Listing-Bild, das Produktfakten — Maße, Materialien, Vorteile, Vergleiche — über ein sauberes Produktfoto legt. Dein Hauptbild darf sie nicht sein: Slot 1 muss das Produkt allein auf Reinweiß zeigen, ohne Text und Grafik. In den übrigen Slots erledigen Infografiken aber die Arbeit, die deine Bullet Points nicht schaffen — denn die meisten Käufer scrollen nie an der Bildergalerie vorbei. Eine Angabe, die nur in der Beschreibung steht, existiert praktisch nicht. Hier sind Amazons Regeln, die fünf Layouts, die einen Slot verdienen, und der Weg dorthin ohne Designer.
Die Bildregeln, die über deine Infografik entscheiden
| Regel | Was sie praktisch bedeutet |
|---|---|
| Hauptbild (Slot 1) | Nur das Produkt, auf Reinweiß (RGB 255,255,255), ca. 85 % der Fläche füllend — kein Text, keine Badges, Requisiten oder Rahmen. Infografiken beginnen ab Slot 2. |
| Auflösung | Mindestens 1000 px auf der längsten Seite, damit der Zoom aktiv wird; 1600 px+ ist die praktische Empfehlung. Ein 1:1-Quadrat um 2000×2000 nutzt die Galerie am besten. |
| Formate | JPEG bevorzugt; PNG sowie nicht animiertes GIF oder TIFF werden akzeptiert. |
| Aussagen | Keine Preise, Rabatte, Versandversprechen, Superlative wie „Bestseller“ oder Kontaktdaten in Bildern. Badges nur aus Amazons eigenen Programmen. |
| Wettbewerber | Nie eine andere Marke nennen oder zeigen. Der konforme Vergleich heißt „vs. gewöhnliche [Kategorie]“. |
Die Anforderungen variieren leicht je Kategorie — vor einer großen Produktionsserie die aktuellen Bildrichtlinien in Seller Central prüfen. Ablehnungen zitieren fast immer genau eine der Zeilen oben.
Fünf Layouts, die ihren Slot verdienen
1) Maße und Größenverhältnis
Die nützlichste Infografik überhaupt, denn „Passt das?“ ist die Frage hinter dem meisten Zögern und den meisten größenbedingten Retouren. Produkt frontal, saubere Maßlinien mit Einheiten — und idealerweise ein zweiter Anhaltspunkt im Kontext (auf einem Schreibtisch, in einer Hand), weil nackte Zahlen auf einen Blick nicht hängen bleiben.
2) Vorteils-Callouts
Drei bis fünf kurze Labels, jedes zeigt auf das physische Merkmal, das den Vorteil liefert. Ergebnisse schreiben, nicht Specs: „hält Kaffee 6 Stunden heiß“, nicht „doppelwandige Vakuumisolierung“. Sechs Wörter pro Callout sind die Obergrenze, bevor die Lesbarkeit auf dem Handy kollabiert.
3) Vergleichstabelle
Dein Produkt gegen eine namenlose „gewöhnliche“ Alternative, vier bis fünf Zeilen, Häkchen und Kreuze. Sie beantwortet den Tab-Wechsel, den der Käufer gerade machen wollte. Jede Aussage konkret und belegbar halten — vage Superlative sind schwach und zugleich gegen die Richtlinien.
4) Anwendungsschritte
Drei oder vier nummerierte Panels für Aufbau oder Nutzung. Alles, was montiert, geladen, nachgefüllt oder beim ersten Mal eingerichtet wird, verdient diesen Slot; er senkt Kaufzweifel und Retouren von Kunden, die die Anleitung überspringen.
5) Lifestyle mit einer Overlay-Zeile
Das Produkt in einer echten Szene mit einem kurzen Vorteilssatz. Die Szene sollte das Ergebnis des Besitzens zeigen, nicht nur den Ort — die Pfanne auf dem Herd mit dem Essen darin, nicht die Pfanne auf der Arbeitsplatte.
Vom Foto zum fertigen Slot
- Mit einem sauberen Freisteller starten. Das schärfste Produktfoto wählen und den Hintergrund entfernen, damit das Produkt sauber auf Weiß oder einer generierten Szene sitzt.
- Leinwand auf 2000×2000 und das Produkt groß halten — auch eine Infografik muss in Thumbnail-Größe zuerst als Produktfoto lesbar sein.
- Eine Botschaft pro Bild. Ein Maße-Slot, ein Vorteile-Slot, ein Vergleichs-Slot — nie alles in eins gequetscht. Lesbarkeit bei rund 100 px prüfen, so erscheint es in den Suchergebnissen.
- Eine Palette, eine Schrift über alle Slots, damit die Galerie wie eine Marke wirkt statt wie sechs Stock-Vorlagen.
- Als JPEG in sRGB exportieren in voller Auflösung und die Galerie bewusst ordnen — Maße und Vorteile gehören in Slot 2–3, wo jeder Käufer sie sieht.
Warum Bildersets abgelehnt oder unterdrückt werden
- Text, Badges oder Requisiten auf dem Hauptbild — mit Abstand die häufigste Unterdrückung.
- Werbeaussagen im Bild: Preise, „Nr. 1“, „gratis Versand“, Garantien.
- Rahmen, Wasserzeichen oder sichtbare Logos anderer Marken.
- Auflösung unter der Zoom-Schwelle oder hochgezogene Low-Res-Quellen, die beim Zoomen pixeln.
Wo KI hilft — und wo nicht
Generierung löst die Bild-Hälfte: ein sauberer Hero auf Weiß, konsistente Lifestyle-Szenen aus einem einzigen Foto und zueinander passende Farb- oder Winkelvarianten — dafür sind KI-Produktfotografie-Tools da, und ProductAI generiert listingfertige Basisbilder aus einem Upload. Das Text-Overlay selbst gehört weiter in ein Design-Tool (Canva, Figma, Photoshop): erst die Basisszene generieren, dann Callouts und Maßlinien darüberlegen. Vor dem Upload alles auf die Plattform ausrichten — dieselbe Disziplin, die unser Bildgrößen-Guide für Shopify beschreibt.
%20(1).avif)
